Lebensraum Donau-Ameisberg



Nachhaltigkeitspreis 2017 geht an Margot Haderer



Inspiriert durch Kunden hat sich die Preisträgerin Margot Haderer vor rund 25 Jahren auf die Vermarktung einiger Bio-Lebensmittel im Kaufhaus Haderer, die von Biobauern in der Region produziert wurden, eingelassen. So wurden die ersten Bio-Produkte wie z.B. Joghurt von der Familie Ammerstorfer, Mairing, Butter vom Seyrl-Bau´n, Pfarrkirchen und Brot von Mauracher, Sarleinsbach angeboten. Außerdem hat sie auch den Versuch gemacht, Biomilch von der Fam. Habringer, Niederkappel über den sogenannten „Milchboy“ - das ist ein Milchautomat - zu verkaufen.

Das Bewusstsein der Kunden für Bioqualität war noch nicht ausreichend vorhanden, daher musste diese kundenfreundliche Einkaufmöglichkeit wieder eingestellt werden, da sie mit diesem Pilotprojekt damals der Zeit weit voraus war.

In weiterer Folge hat sie im Kaufhaus eine regionale „Bioecke“ eingerichtet. Durch das intensive Beschäftigen mit dem „Biobereich“ und gestärkt durch Kundengespräche hat sich ihre Lebenseinstellung in Bezug auf gesunde und chemisch unbehandelt Lebensmittel gefestigt.

Mit dem Wechsel von der Verkäuferin zur Gastwirtin hat sie die Möglichkeit gehabt, die damals vorhandenen Bioprodukte selbst zu verarbeiten und ihren Gästen zu servieren. Anfangs wurde sie teilweise nicht nur von der Bevölkerung, sondern auch von ihrer Familie belächelt. Margot Haderer hat sich aber von ihrer Einstellung nicht abbringen lassen, ganz im Gegenteil, sie hat ihr Biolebensmittelangebot trotz allem erweitert.

Im Jahr 2011 wurde das Gasthaus verdient als Bio-Betrieb zertifiziert. Diese Auszeichnung besagt, dass dieser Betrieb Biolebensmittel verarbeitet und einen zusätzlichen Schwerpunkt auf  Regionalität und Saisonalität legt. Gleichzeitig wurde sie 2011 auch Partner der Bioregion Mühlviertel. Seither ist der Betrieb in seinem Bestreben ständig gewachsen. Durch Rückmeldungen von den Gästen wurden die Einstellung und das Handeln der Preisträgerin gestärkt und gefestigt.

Im Jahr 2010 wurde dieses Vorzeige-Gasthaus mit dem Fairtrade-Gütesiegel ausgezeichnet und 2016 zum Slow-food-Lokal ernannt.

Basierend auf den Grundwerten von Slow-food bietet die innovative Gastwirtin ein maßvolles Frühstück der besonderen Art für ihre Gäste an. Ausführliche Erklärungen in Bezug auf die Herstellung, Zubereitung und die Auswahl der Lebensmittel durch die Gastwirtin beinhaltet dieses Frühstück. Durch diese Besonderheiten entstehen wertvolle und angeregte Gespräche in angenehmer Atmosphäre.

Unserer Preisträgerin ist es sehr wichtig, dass auch ihre Mitarbeiter dieses Gedankengut mit Begeisterung in ihren Arbeitsalltag einbringen. Sie ist bis zum heutigen Zeitpunkt felsenfest davon überzeugt, dass ihre Betriebsphilosophie der richtige Weg war und ist.

Der Vorstand vom Verein Lebensraum Donau-Ameisberg ist daher überzeugt, dass diese Einstellung und diese besondere herausragende Lebensweise unserer Lembacher Gastwirtin ein Vorbild in der Gemeinde und in der Region ist. Margot Haderer auszuzeichnen, dass sie den Gedanken der Nachhaltigkeit zum Wohl der Mensch und zum Schutz der Umwelt auch umsetzt, ist mehr als verdient!

Wir gratulieren dazu nochmals ganz herzlich!

Verein Lebensraum Donau-Ameisberg, Schulstraße 2, A-4132 Lembach      ©2014

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