Aktivitäten

Nachhaltigkeitspreis 2022: Kräuterpunkt Neundling – Putzleinsdorf

Nachhaltigkeit und gute Zusammenarbeit hat bei den drei Biobauern in Neundling schon lange Tradition. Einigkeit wurde schon 1927 bewiesen, als eine der ersten Grundzusammenlegungen in Österreich in Neundling realisiert wurde.

1991 machten die drei Neundlinger Bauernfamilien Falkinger, Kehrer und Peer Neundling zum ersten Bio-Dorf Österreichs.

Damals wurden schon die ersten Windschutzgürtel angelegt und Dorfkulturtage abgehalten.

Zum Thema alternative Energie wurden verschiedene Informationsveranstaltungen organisiert.

2005 wurden Menschen mit Beeinträchtigung aus Bayern für eine Woche nach Neundling eingeladen.

Ein bemerkenswerter Schwerpunkt in ihrer vorbildhaften Zusammenarbeit war dann die Errichtung des „Kräuterpunktes Neundling“. Alle drei Bauern, die auch Mitglieder bei der Bergkräutergenossenschaft sind, haben gemeinsam eine Kräutertrocknungsanlage gebaut und verschiedene Spezialmaschinen sowie typische landwirtschaftliche Maschinen gemeinsam angeschafft.

Dieser erfolgreiche, gemeinsame Weg wird auch in Zukunft fortgesetzt. So ist als nächstes Gemeinschaftsprojekt eine „Waldzusammenlegung“ vorgesehen!

Für Josef Peer sind die Zutaten für eine erfolgreiche Zusammenarbeit Rücksichtnahme, Wertschätzung und an das Gute glauben: „Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, dann darf man auch den Mut für neue, durchaus ungewohnte Projekte haben“.

MODENSCHAU FAIR GENIESSEN

Fair Genießen Modenschau

Nachhaltige Mode im Mittelpunkt einer vielseitigen Veranstaltung

Lembach stand am Samstag, dem 25. April 2026, ganz im Zeichen von Nachhaltigkeit, Fairness und bewusstem Konsum. Der Verein Lebensraum Donau Ameisberg (LDA) lud unter dem Motto „Wear Fair, Feel Good“ zu einer Veranstaltung in die Alfons-Dorfner-Halle, die Kulinarik und Mode auf ansprechende Weise miteinander verband. Im Zentrum stand dabei eine Modenschau, die eindrucksvoll zeigte, wie vielseitig und modern fair produzierte Kleidung heute sein kann.

Bereits ab 15 Uhr bot die Veranstaltung ein breites Programm. Besucherinnen und Besucher konnten sich bei regionalen Ausstellerinnen und Ausstellern über fair produzierte Kleidung informieren und diese direkt vor Ort erwerben. Ergänzt wurde das Angebot durch eine Chill-Area mit Selfie-Spot sowie ein Kinderprogramm, das auch jüngeren Gästen einen Zugang zum Thema Nachhaltigkeit ermöglichte. Parallel dazu sorgten Schülerinnen der BBS/HLW Rohrbach für das kulinarische Angebot: Mit süßen und pikanten Speisen wurde ein bewusst gewählter Fokus auf regionale und nachhaltig produzierte Lebensmittel gesetzt.

Ein weiterer Programmpunkt war der Kleidertausch unter dem Motto „Bring 3 und nimm 3“. Dabei konnten gut erhaltene Kleidungsstücke abgegeben und gegen andere eingetauscht werden. Dieses Konzept fand großen Anklang und unterstrich den Gedanken der Ressourcenschonung und Wiederverwendung.

Auch handwerklich Interessierte kamen auf ihre Kosten: Beim Mühlviertler Nähtreff wurden Workshops zum Thema Upcycling angeboten. Besucherinnen und Besucher konnten selbst aktiv werden und beispielsweise Brotbeutel aus regionalem Leinen anfertigen. Ergänzend dazu wurden bereits gefertigte Nähstücke ausgestellt, die die kreative Vielfalt nachhaltiger Textilverarbeitung zeigten.

Der Höhepunkt des Tages folgte schließlich am Abend mit der Modenschau. Mehrere österreichische Unternehmen präsentierten ihre Kollektionen auf dem Laufsteg und zeigten, dass faire Mode keineswegs Verzicht bedeutet, sondern stilvoll, modern und vielseitig sein kann. Zu den teilnehmenden Labels zählten ECO (ethically correct outfits), Mawasi, Fairytale Fashion, NFF Natur-Faser-Fölser, Filz & Freude sowie frecher Zwerg.

Ein besonderer Abschluss der Modenschau wurde von der Business & Design School Lentia gestaltet. Schülerinnen des Modezweigs präsentierten ihre selbst entworfenen und gefertigten Kleidungsstücke. Die Kollektion überzeugte durch Kreativität, handwerkliches Können und ein klares Bekenntnis zu nachhaltigen Materialien und Produktionsweisen.

Die Veranstaltung „Fair Genießen Modenschau“ verdeutlichte, dass Nachhaltigkeit in vielen Bereichen des Alltags umsetzbar ist – von Kleidung über Ernährung bis hin zu Konsumverhalten. Durch die Kombination aus Information, Mitmachangeboten und einem ansprechenden Rahmenprogramm gelang es dem Verein Lebensraum Donau Ameisberg, ein breites Publikum anzusprechen und für das Thema zu sensibilisieren.

TEXT: Romeo Platil (Schüler der Business und Design School Lentia)
FOTOS: © Foto Stoebich e.U. undLeona Cimesa (Schülerin der Business und Design School Lentia)

 

Maya Paya Kimsa

Brücken der Hoffnung!

Vortrag von Martin Berndorfer am Fr, 27.03.26 um 19:30 am Gemeindeamt Pfarrkirchen:

Maya Paya Kimsa begleitet Kinder, Jugendliche und Familien in Situation Straße in El Alto, Bolivien.
Der Vortrag veranschaulicht die Lebensrealität, geprägt von Gewalt und Ausgrenzung – aber genauso auch von Vertrauen, Beziehung und kleinen Schritten, die neue Wege eröffnen und den Jugendlichen Halt, Würde und Zukunftsperspektiven geben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachhaltigkeitspreis 2023: Nachhaltigkeit kann gelernt werden! – Aber wie?

Heuer hat Familie Sageder aus Pfarrkirchen diese Auszeichnung erhalten.

Anhand von Erfolgsfaktoren lässt sich die Entwicklung ihrer Erfolgsgeschichte erzählen.

  • Nachhaltigkeit Lernen braucht Freiheit: Erst durch ihre bewusste eigenständige Entscheidung konnten Katharina und Martin Sageder den Biohof stetig weiterentwickeln.
  • Nachhaltigkeit Lernen braucht Konsequenz: Speziell bei ihren durch den „Waldbaupreis“ ausgezeichneten Wohnhausbau verwendeten sie durchgehend heimische Materialien (Stroh als Isolierung, Hanf zur Dämmung der Fenster, Granit als Baustoff beim Mauerwerk, Tannenholz aus dem eigenen Wald)
  • Nachhaltigkeit Lernen braucht Talent: Sowohl Katharina als auch Martin leben ihre vielfältigen Talente aus (Musik, Handwerk, Organisation, …) und entwickeln diese durch eine Vielzahl an Aus- und Weiterbildungen stetig weiter.
  • Nachhaltigkeit Lernen braucht Liebe: In ihrer Partnerschaft pflegen sie auch die Liebe zur Land- und Forstwirtschaft gemeinsam. Die Hinwendung zum Biolandbau, zur Milchkuhhaltung und viele Projekten (Abgestufter Wiesenbau, Nachhaltige Forstwirtschaft, …) zeigt ihre Aufgeschlossenheit Neuerungen gegenüber deutlich auf.

  • Nachhaltigkeit braucht Genuss und Lebensqualität: Durch die Lust, das zu tun was ihnen Freude bereitet, bauen Katharina und Martin neue Betriebszweige auf, wo ihre Lebensqualität bereichert wird. Mit der Schaffung eines Seminarraumes, welcher u.a. von der Familie als Tanzfläche genutzt wird, können die Beiden ihrem Hobby „Tangotanzen“ frönen.

  • Nachhaltigkeit braucht vor allem auch Wertschöpfung: darum haben wir auch einen entsprechenden Preis für die beste Rindfleischqualität im Projekt „Lomo Alto“, meint Martin Sageder. Denn Klein- und Mittelbetriebe können nicht mit großen Mengen und Fixkostensenkung ihren Verdienst erwirtschaften, sondern mit hoher Qualität und fairen Preisen.

Blackout – wenn kein Strom mehr fließt

Strom ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Wie stark die Elektrifizierung in unseren Alltag eingreift und was das bei einem Blackout für unsere Region bedeutet, wird sich der Verein LDA in einem eigenen Projekt ansehen.

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